Geboren in München als Sohn einer traditionsreichen böhmischen Musikerfamilie
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Ausbildung
Erster Klavierunterricht mit 8 Jahren
Erste Banderfahrungen im Alter von 15 Jahren in diversen Schüler Rock- und Jazzbands.
Nach dem Abitur Kompositions-, Klavier- und Dirigentenstudium am Münchner Richard Strauß Konservatorium.
(Klavier bei Karl-Herrmann Mrongovius und Begonia Uriarte, deren mit dem Ligeti-Preis ausgezeichnetes
Klavierduo zu den renommiertesten deutschen Interpreten für Neue Musik zählt).
Nach Abschluss des Studiums ein Jahr als Assistent seines Vaters Gert Wilden senior, der, u.a.
als Hauskomponist von Arthur Brauner in 60er, 70er und 80er Jahren zusammen mit "Winnetou"-
Martin Boettcher und "Raumschiff Orion"- Peter Thomas zu den großen drei der deutschen
Nachkriegs Filmmusik gehört. Neben über 70 anderen Kinofilmen der verschiedensten Genres schrieb er
unter anderem die Soundtracks zur populären Zeichentrickserie "Heidi" sowie zu allen
"Schulmädchen Report" -Filmen, was ihn auch bei einem jungen Publikum wieder zu Kultstatus
gelangen liess.
Hier lernt Gert Wilden jun. vieles, was kein Konservatorium der Welt vermitteln kann.
Seine aktive Laufbahn beginnt er als Jazz- und Fusionpianist und Keyboarder.
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Er unternimmt diverse längere Auslandsreisen zu den Wurzeln schwarzer Musik, u.a:
1986 Brasilienaufenthalt wo er Gelegenheit hat mit einigen der damals wichtigsten Musiker
des Landes zusammen zu arbeiten, darunter das lebenslange Enfant Terrible der brasilianischen
Musikszene, Hermeto Pascoal, Cesar Mariano, Lebensgefährte und musikalischer Leiter der
unvergessenen Elis Regina, oder Posaunist Raoul de Souza, der durch seine Alben mit
George Duke und Airto Moreira zu Weltruhm gelangt ist.
1993 ausgedehnter Aufenthalt in Afrika mit Studien der westafrikanischen Musik, sowie Djembé-Studien
mit dem guineeischen Trommelmeister Mamady Keita.
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Nach seiner Rückkehr spielt er als gefragter Sideman in verschiedenen Jazz- und Rockformationen
mit vielen namhaften Vertretern der Internationalen Jazz und Rockszene, darunter
Billy Cobham, John Lord, Brian Auger, Lou Donnaldson, Bill Bruford, Hannibal Marvin-Peterson,
Anne Haigis, Wolfgang Schmid, Peter O'Mara u.v.a
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Als Studiomusiker, Arrangeur und Produzent wirkt er mit an unzähligen Rock und Popproduktionen.
Mit seiner Formation JUST FUN erhält er den Preis der Deutschen Phonoakademie.
Gleich dreimal wird ihm der Ernst-Fischer Kompositionspreis der GEMA zuerkannt.
Drei Jahre ist er Mitglied der Gruppe WOLFHOUND, der erfolgreichen Formation von Jazzrock-Urgestein
Wolfgang Schmid.
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Danach gründet er wieder eine eigene Band, MIKADO, die, als einer der ersten konsequenten
Verfechter des "Crossover"-Gedankens - lange bevor dieser Begriff von der Industrie
geprägt wurde - für einige Jahre zu den profiliertesten Fusion-Formationen des Landes zählt.
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Es folgt eine "Auszeit" als Livemusiker in der er sich als Komponist intensiv
mit den Entwicklungen der musikalischen Moderne auseinandersetzt, den Werken von Ligeti,
Lutoslawski, Feldman, Reich, Cage, Xenakis und anderen. Eine Entwicklung, die schon bald zur
Gründung des 3-Piano Ensembles "f!üge!sch!ag" führt, in welchem er zusammen mit den
Pianistenkollegen Andi Lutter und Ralf Schmid ausschließlich eigene Kompositionen und
Improvisationen zur Aufführung bringt.
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1999 kommt es zu einem Amerika-Debut in der New Yorker Merkin Hall, eine 2000 in Zusammenarbeit
mit dem Bayerischen Rundfunk eingespielte Debut-CD ist auf dem aufstrebenden New Yorker Independent
Label Obliq Sound erschienen und erhielt höchste Anerkennung von Künstlerkollegen wie Chick Corea,
Steve Reich oder Claus Ogermann.
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In dieser Zeit gibt es aber auch die ersten Kontakte zum Fernsehen, er sammelt erste Filmerfahrungen
als Mitarbeiter an einer Reihe von Primetime TV-Serien wie "Ein Bayer auf Rügen" (SAT1),
"Unser Charlie" (ZDF), "Mona M" (ZDF) u.a.
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Und dann schließlich die dezidierte Hinwendung zum Film mit seiner ersten eigenen Kinoarbeit
"Taxi Lisboa" von Wolf Gaudlitz, der in Cineastenkreisen Kultstatus genießt. Dieser Film wird
auf Grund seiner allgemeinen künstlerischen Qualitäten als eines von ganz wenigen Filmprojekten vom
New Yorker Museum of Modern Art angekauft.
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Es folgen weitere Spielfilm und Dokumentarprojekte, darunter Peter Buchka's Filmgeschichtliches
Vermächtnis "Dämonische Leinwand".
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Der Hochschulabschlußfilm "Quiero Ser" von Florian Gallenberger, gewinnt zunächst den
Academy Student Award und bekommt im folgenden Jahr als erster deutschen Film seit der Blechtrommel
2001 einen Oscar für den besten Kurzfilm verliehen.
Seit diesen vielbeachteten Debutarbeiten zählt Gert Wilden zu den profiliertesten Komponisten der
deutschen Filmszene und gilt als die Adresse für besondere Aufgaben.
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Mit der Musik zu "Leo und Claire" von Joseph Vilsmayer realisiert er 2001 seinen ersten
großen Kinosoundtrack, der sowohl hochemotionale spätromatische Orchestermusik enthält, als auch
eine Reihe von Jazz- und Latintiteln im traditionellen Stil der 30er und 40er Jahre.
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Im Sommer 2002 folgt die erste internationale Filmarbeit, die mit großem Aufwand unter französisch-
italienisch- britisch- deutscher Coproduktion entstandene Literaturverfilmumg "Im Visier des Bösen".
Unter der Regie von Giacomo Battiato spielen Claus Maria Brandauer, Thomas Sangster, Giovanna Mezzogiorno,
Dominique Pignon, Thomas Heinze u.v.a.
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Im laufenden Jahr stehen eine Reihe von weiteren interessanten Soundtrackprojekten an, darunter das
zweiteilige Mafiamelodram "Vera - die Frau des Sizilianers" mit Mario Adorf (Regie: Joseph Vilsmayer),
sowie Florian Gallenberger´s Kinoprojekt "Schatten der Zeit", produziert von Helmut Dietl
und Norbert Preuss; ein Stoff der in Indien spielt und dort mit einem deutsch-indischen Team gedreht wurde.